17.10.2011 - Kreis
Frauenquote stoppen!
JU-Kassel stemmt sich gegen „Gender-Phantasie“
Kassel (md); Gegen die Einführung einer Frauenquote in der Wirtschaft spricht sich die Junge Union Kassel aus. Die von Bundesfamilienministerin von der Leyen geplante Quote von 30% diskreditiere nicht nur qualifizierte Frauen, sondern widerspreche dem christlichen Menschenbild von CDU und CSU eklatant. Einen Nutzen einer Frauenquote für Wirtschaft und Gesellschaft sieht die JU Kassel gerade nicht.
„Es wird Zeit die Frauenquote endlich zu stoppen. Bis hierhin und nicht weiter. Das ist unsere Überzeugung. Als ob Deutschland nicht größere Probleme hätte, treibt so manche Ministerin ihre Gender-Phantasien zu grotesken Blüten. Wir wollen, dass Männer und Frauen immer und überall gleichberechtigt sind. Gleiches Recht für alle bedeutet aber nicht Freibier für alle“, so Max Schulze, Kreisvorsitzender der JU-Kassel.
In Deutschland machten mittlerweile deutlich mehr junge Frauen Abitur als junge Männer. Ähnlich sehe es bei den Universitätsabschlüssen aus. Von Benachteiligungen der Frauen könne daher keine Rede sein. Vielmehr entschieden sich viele Frauen nach ihrer Ausbildung oder einigen Berufsjahren immer noch für Kinder und Familie und damit gegen eine Führungsrolle in der Wirtschaft. Schulze weiter: „Als Christdemokraten ist uns die Gleichheit und Freiheit aller Menschen wichtig. Wir halten gar nichts davon ein Geschlecht gesetzlich mit einer Quote zu privilegieren. Außerdem nutz diese Quote wirtschaftlich nichts und diskreditiert all jene Frauen, die bisher als Lohn für ein tolles Engagement und ihre Qualifikation in Führungspositionen gekommen sind. Die Bundeskanzlerin ist ein gutes Beispiel. Will Frau von der Leyen nun auch festschreiben, dass demnächst jeder dritte oder besser jeder zweite Bundeskanzler eine Frau sein muss? Dieser Politikansatz ist absurd. Wir sollten eher darüber sprechen wie es uns gelingt, dass Frauen und ihre Partner Familie und Karriere besser vereinen können. Damit wäre auch den Frauen mehr und besser geholfen.“